Forschungsprojekte


Evaluierung des EU-Schulprogramms in Bayern

Zum 01.08.2017 wurde in Bayern das EU-Schulprogramm eingeführt, welches die Teilbereiche Obst und Gemüse, sowie Milch und Milchprodukte beinhaltet. Im Rahmen des Programms erhalten Kinder in Grund- und Förderschulen, Häusern für Kinder und Kindergärten kostenlos Obst und Gemüse, bzw. Milch und Milchprodukte. Das EU-Schulprogramm soll den Kindern die Vielfalt und den Wert von Obst, Gemüse und Milch(produkten) nahebringen, deren Wertschätzung steigern, und die Entwicklung eines gesundheitsförderlichen Ernährungsverhaltens unterstützen. Die am Schulprogramm teilnehmenden Einrichtungen sind verpflichtet, zusätzlich flankierende Maßnahmen wie das Programm „Voll in Form“ durchzuführen. Im Rahmen unseres Forschungsprojektes soll die Umsetzung und der nachhaltige Effekt des EU-Schulprogrammes, sowie die Wirksamkeit der flankierenden Maßnahmen evaluiert werden.

Fördergeber: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Förderdauer: April 2018 – Juli 2023

Ansprechpartner: Dr. Rebekka Topp

Weitere Informationen: http://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/154596/

Hier finden Sie die Ergebnisse der Evaluierung der Jahre 2019 und 2020.

*** Hier finden Sie auch den Kinderfragebogen für die aktuelle Befragung 2021. ***


FreeWalk: Entwicklung eines wirtschaftlich tragfähigen und sozial akzeptierten Freilauf-Tierhaltungs-Systems

Das Projekt FreeWalk hat zum Ziel, Freilauf-Rinderhaltungssysteme zu entwickeln und zu evaluieren. Diese sollen das Tierwohl und die Tiergesundheit verbessern, organische Stoffe verwerten, die Bodenstruktur optimieren und gesellschaftlich akzeptiert sein. Alternative Freilauf-Tierhaltungssysteme (FT-System) werden auf Tier- und Systemebene evaluiert. Dieser Forschungsansatz erlaubt eine integrative Beurteilung unterschiedlicher Modellbetriebe in Europa unter Berücksichtigung der gesamten landwirtschaftlichen Betriebe: Einstreu, Kunstboden, Tierwohl, Tiergesundheit, Dungqualität, Bodenstruktur, CPN-Bilanz und Produktqualität. Die gesellschaftliche Akzeptanz der Freilaufsysteme wird auf Länderebene erhoben. Um die Ergebnisse unterschiedlicher Teilprojekte zu integrieren, erfolgt eine System- und Wirtschaftlichkeitsanalyse auf Betriebsebene sowie auf nationaler und europäischer Ebene.

Die Aufgaben des Lehrstuhls für Marketing und Konsumforschung in diesem Projekt umfassen die Beurteilung der Verbraucherwahrnehmung und -akzeptanz in Bezug auf Lebensmittelprodukte aus drei verschiedenen Tierhaltungssystemen (Anbindehaltung, Boxenlaufstall und Freilauf mit Kunstboden oder Kompost) mit Fokus auf Tierwohl, Produktqualität und Lebensmittelsicherheit. Einstellungen und Zahlungsbereitschaften für Produkte aus den Haltungssystemen werden gemessen.

Fördergeber: Europäischer Forschungsraum der Europäischen Kommission Netzwerk für nachhaltige Tierproduktion (ERA-NET SusAn)

Förderdauer: Juni 2017 - Juni 2020

Ansprechpartner: Megan Waldrop, Ph.D.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: https://www.freewalk.eu


Frauen in der Landwirtschaft – Zur Arbeits- und Lebenssituation, sozialen Lage sowie zur Rolle der Frau in der Landwirtschaft

Das Projekt untersucht die Lebens- und Arbeitssituation, die soziale Absicherung sowie die Rolle von Frauen in der Landwirtschaft. Die sich ändernde ländliche Demographie, der anhaltende Strukturwandel in der Landwirtschaft verbunden mit Veränderungen der Rollenverteilung der Geschlechter wirkt sich auf die Lebenssituation von Bäuerinnen aus. Durch eine empirische Erhebung wird die soziale und wirtschaftliche Lage von Frauen in der Landwirtschaft in Bayern untersucht und mit den Ergebnissen aus früheren Erhebungen verglichen.

Fördergeber: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Förderdauer: April 2019 – Dezember 2020

Ansprechpartnerin: Andrea Dehoff, M. Sc.


enable 2.0 - Förderung einer gesunden Ernährung in allen Lebensphasen

Über- und Fehlernährung mit den daraus resultierenden Krankheiten und ihren Kosten werden zum weltweiten Problem. Im enable-Cluster haben sich führende Forschungsinstitute unterschiedlicher Fachrichtungen zusammengeschlossen, um neue Wege zu finden, die Bevölkerung gesünder zu ernähren.

Fokusprojekt 6.1: Gesunde Lebensmittelauswahl in einem komplexen Marktumfeld

In diesem Modul verfolgt der Lehrstuhl für Marketing und Konsumforschung das Ziel, Treiber der Kaufentscheidung für Lebensmittel mit einem gesunden Nährwertprofil zu identifizieren und heterogenes Substitutionsverhalten innerhalb ausgewählter Produktkategorien besser zu verstehen. Wir werden Empfehlungen für zielgruppengerechte Marketing- und Kommunikationsstrategien, für die Entwicklung neuer und gesünderer Produkte und zur Ausgestaltung effektiver Ernährungspolitik ableiten.

Hierzu werden wir den Einfluss strategischer Variablen auf die Lebensmittelauswahl auf Basis umfangreicher Einkaufsdaten von Haushalten ökonometrisch quantifizieren und heterogene Konsumentensegmente auf Basis ihres Verhaltens, ihrer Einstellungen und ihrer Soziodemographie identifizieren und beschreiben. Zusätzlich werden wir die kognitiven Determinanten der Lebensmittelwahl durch einen Test impliziter Assoziationen und Befragungen präziser bestimmen und diese Ergebnisse mit den auf Basis der Marktdaten gewonnenen Erkenntnissen abgleichen.

Fördergeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Förderdauer: Sep. 2018 – Aug. 2021

Ansprechpartner: Dr. Matthias Staudigel, Christina Neubig

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.enable-cluster.de


Evaluierungssystem für die Bayerische Agentur für Lebensmittel - Produkte aus Bayern (alp Bayern)

Dieses Projekt hat zum Ziel, ein Evaluierungssystem für die „Agentur für Lebensmittel Produkte aus Bayern“ zu entwickeln. Dafür werden zunächst Instrumente zur Evaluierung der Maßnahmen der Marketingagentur identifiziert und an den Bedarf der Marketingagentur ausgerichtet.

Fördergeber: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Förderdauer: Jan. 2012 – Dez. 2021

Ansprechpartnerin: Dr. Corinna Hempel

Publikationen:

Seitz, C.C., J. Roosen (2015). Does consumer ethnocentrism influence product knowledge? Food Quality and Preference 43: 113-121.

Seitz, C.C., J. Roosen (2015). An empirical analysis of international consumers’ associations with Bavarian food products by means of concept mapping. British Food Journal 117(3), 987-1006.


Practicing Evidence – Evidencing Practice

Lebensmittelsicherheit hat eine große gesellschaftliche Bedeutung. Sie dient vornehmlich dem Schutz des menschlichen Lebens und seiner Gesundheit, welche durch akute und langfristige Folgen des Verzehrs nicht sicherer Lebensmittel gefährdet werden. Darüber hinaus hat sie eine große wirtschaftliche Tragweite, denn in Lebensmittelskandalen involvierte Produkte können zu hohen wirtschaftlichen Verlusten und internationalen Handelsverwerfungen führen.

Das Projekt untersucht, wie Wissenschaft und Verbraucheröffentlichkeit unterschiedliche Formen von Evidenz in den Diskurs um Lebensmittelsicherheit einbringen und sich gegenseitig beeinflussen. Auf Basis von Dokumentenanalysen sowie durch Experteninterviews und Fokusgruppen mit Verbrauchern und Verbraucherinnen soll aufgedeckt werden, welche Rolle die unterschiedlichen Ansätze zur Beschreibung von Lebensmittelsicherheit spielen. Das Projekt betrachtet dabei die Entwicklung in der EU und in Deutschland seit Beginn der BSE-Krise Mitte der 1990er Jahre und fokussiert insbesondere die Rolle der Risikokommunikation, die als ein kontinuierlicher, interaktiver Dialog definiert wird. Das Projekt ist Teil der DFG-Forschungsgruppe 2448, die Evidenzpraktiken in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft und Wissenschaft untersucht. Es ergänzt die anderen Projekte der Forschungsgruppe insbesondere dahingehend, dass im Bereich der Lebensmittelsicherheit zwei gegenläufige Dynamiken, nämlich die Globalisierung und Vereinheitlichung der Lebensmittelmärkte sowie die mit der Modernisierung einhergehende Moralisierung des Essens aufeinandertreffen und sich in der Praxis von Evidenzverfahren – so die These – gegenseitig blockieren.

Fördergeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Förderdauer: April 2017 – März 2020

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.evidenzpraktiken-dfg.tum.de

Ansprechpartnerin: Christine Haßauer, M.Sc.

Publikation:

Haßauer, C., S. Ehlers, J. Roosen (2019): Bewerten und Gewichten: Evidenz als Entscheidungshilfe in der Gesundheits- und Entwicklungspolitik. In: K. Zachmann, S. Ehlers. Wissen und Begründen: Evidenz als umkämpfte Ressource in der Wissensgesellschaft, pp. 109-136. Baden-Baden: Nomos.


SocialLab II - Nutztierhaltung: Akzeptanz durch Innovation

Die landwirtschaftliche Tierhaltung verliert seit Jahren an gesellschaftlicher Akzeptanz. Außerdem hat sich in Deutschland bislang kein Diskussionsformat zu Fragen der marktwirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder politischen Weiterentwicklung der Nutztierhaltung für die verschiedenen Stakeholder und ihre unterschiedlichen Interessen etabliert. Aufgefallen ist überdies, dass auf Grundlage des heute zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Kenntnisstandes weder das Verbraucherverhalten gegenüber innovativen Produkten noch die Akzeptanz der Gesellschaft gegenüber diesen Produkten mit einer auch nur annähernd befriedigenden Genauigkeit vorhergesagt werden kann.

Um diese für die künftige Ausrichtung der Land- und Ernährungswirtschaft extrem wichtigen Fragen zu klären, wurde das Projekt “SocialLab II - Nutztierhaltung: Akzeptanz durch Innovation” konzipiert. Die wichtigsten Aufgaben des Lehrstuhls für Marketing und Konsumforschung der Technischen Universität München im Rahmen des Projekts sind die Planung und Durchführung von Experimenten in einem virtuellen Supermarkt sowie die Messung von Kaufentscheidungen in diskreten Choice-Experimenten.

Fördergeber: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Förderdauer: Mai 2019 – June 2022

Ansprechpartnerin: Dr. Irina Dolgopolova.

Weitere Informationen: www.sociallab-nutztiere.de


Verbraucherwahrnehmung und Akzeptanz eines Empfehlungssystems auf Basis künstlicher Intelligenz

Dieses Projekt untersucht, wie Verbraucherinnen und Verbraucher Technologien auf Basis künstlicher Intelligenz (KI) in ihren Konsumentscheidungen nutzen, welche soziodemographischen und psychologischen Faktoren mit der Akzeptanz solcher Systeme zusammenhängen und ob die Wahrnehmung der Verbraucher ein Hindernis für die Nutzung von KI darstellt.

Am Beispiel eines mit Nudging-Elementen angereicherten Lebensmittel-Empfehlungssystems soll untersucht werden, ob die Verwendung der Technologie mit einer Steigerung oder Minderung des Wohlbefindens von Verbrauchern assoziiert ist. Ein KI-unterstütztes Empfehlungssystem kann sich die Präferenzen eines Konsumenten nicht nur aus seinen vorherigen Entscheidungen erschließen, sondern auch die Effektivität eines Nudges, sowie die Reaktionen von Konsumenten auf diesen, beurteilen. Das System kann diese Informationen anschließend nutzen, um eine auf den persönlichen Präferenzen basierende, maßgeschneiderte Entscheidungsumgebung für jeden Konsumenten zu generieren. Da ein solches System das Entscheidungsverhalten eines Konsumenten beeinflussen kann, ohne dass dieser sich dessen bewusst ist, bieten entsprechende Systeme Potential für Missbrauch der Entscheidungsdaten eines Konsumenten und es entstehen ethische Fragestellungen bezüglich der Autonomie von Konsumenten. Basierend auf den Ergebnissen des Projekts, werden Richtlinien bezüglich der Aufklärung von Konsumenten in Hinsicht auf die Rolle von Technologie in ihren Entscheidungen entwickelt und bereitgestellt.

Fördergeber: TUM Institute for Ethics in Artificial Intelligence

Förderdauer: Oktober 2019 - September 2020

Ansprechpartnerin: Dr. Irina Dolgopolova


Abgeschlossene Projekte


Don’t be a Food Waster

Nach Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) wird weltweit ein Drittel der für den Verbrauch bestimmten Lebensmittel verschwendet – dies entspricht einer Menge von etwa 1,3 Milliarden Tonnen pro Jahr. In europäischen Ländern gehen dabei rund 50% der verschwendeten Lebensmittel auf das Konto der Endverbraucher. Lebensmittelabfälle haben nicht nur finanzielle, sondern auch bedeutende soziale und ökologische Auswirkungen, etwa in Bezug auf CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch. Lebensmittelverschwendung zu reduzieren ist erklärtes Ziel der Vereinten Nationen sowie der Europäischen Kommission. Das internationale Forschungsprojekt „Don’t be a Food Waster“ will zu diesem Ziel beitragen. Der Lehrstuhl für Marketing und Konsumforschung der Technischen Universität München befasst sich dabei mit der Entwicklung und Erforschung von effektiven Verhaltensinterventionen zur Reduktion der Lebensmittelverschwendung beim Konsumenten.

Fördergeber: EIT Food

Förderdauer: Januar 2018 – Dezember 2018

Contact person: Christina Neubig, M.Sc.


enable 1.0 - Förderung einer gesunden Ernährung in allen Lebensphasen

Der enable-Cluster entwickelt neue Strategien zur Förderung einer gesunden Ernährung in verschiedenen Lebensphasen. Dies geschieht interdisziplinär an den Schnittstellen von Ernährungswissenschaften, Lebensmitteltechnologie, Verbraucherwissenschaften, sowie Informatik und Kommunikationswissenschaften. Der Cluster will dazu beitragen, dass eine moderne Ernährungsweise, auch mit Fertigprodukten, und ein gesunder Lebensstil kein Widerspruch sein müssen. Ziel des Projektes ist, neuartige und gesündere Lebensmittelprodukte zu entwickeln, die ungesunden Ernährungsgewohnheiten entgegenwirken. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien werden darüber hinaus genutzt, um eine gesündere Lebensmittelauswahl von Konsumenten aktiv zu fördern.

Teilprojekt 2.7

Teilprojekt 2.7 nutzt Transitionsphasen (z.B. Veränderungen in der Haushaltsgröße oder ein Jobwechsel) als Ansatzpunkt, Veränderungen in den Ernährungsgewohnheiten in Gang zu setzen und die Akzeptanz gesünderer Lebensmittel zu steigern. Ziel des Projektes ist die Entwicklung neuartiger und gesünderer Lebensmittel durch Konzept- und Markttests so zu unterstützen, dass diese von den definierten Zielgruppen angenommen werden. Dabei wird der Einfluss von Gesundheitsinformationen sowie Kauf- und Lebenssituation auf die Lebensmittelauswahl erforscht.

Teilprojekt 3.3

Das Ziel von Teilprojekt 3.3 ist es, die Bestellung von Lebensmitteln per Computer so zu optimieren, dass sie zur vermehrten Auswahl von ausgewogenen und kalorienreduzierten Mahlzeiten beiträgt. Konkret wird experimentell erprobt, ob dieses Ziel durch verschiedene Veränderungen an einem Bestellterminal erreicht werden kann.

Fördergeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Förderdauer: Juni 2015 – Mai 2018

Ansprechpartner: Dr. Matthias Staudigel, Dr. Irina Dolgoplova

Publikationen:

Mohr, B., I. Dolgopolova, J. Roosen (2019). The Influence of Sex and Self-Control on the Efficacy of Nudges in Lowering the Energy Content of Food During a Fast Food Order. Appetite: 141.

Reitmeier, M. E., J. Roosen (2015). Life transitions and brand switching: How changes in social relationships are linked to changes in yoghurt brand and grocery chain choice. Canadian Journal of Agricultural Economics 63(4): 475-490.


SocialLab - Nutztierhaltung im Spiegel der Gesellschaft

In der öffentlichen Diskussion wird die Haltung von Nutztieren zunehmend kritisch hinterfragt; die gesellschaftlichen Vorstellungen und die moderne landwirtschaftliche Praxis liegen teils weit auseinander. Vor diesem Hintergrund widmet sich das Forschungsvorhaben SocialLab unter anderem den Fragestellungen, wie die Tierhaltung von der Gesellschaft wahrgenommen wird und wie die verschiedenen Akteure die Möglichkeiten und Grenzen, Produkte mit höheren Tierwohlstandards am Markt zu etablieren, beurteilen. Das Forschungsprojekt wird von einem Konsortium unter Leitung des Thünen-Instituts für Marktanalyse durchgeführt. Der Lehrstuhl für Marketing und Konsumforschung befasst sich innerhalb dieses Verbundprojektes mit der Rolle von Tierhaltungsverfahren in der Kaufentscheidung. Hierbei wird insbesondere die Zahlungsbereitschaft für Produkte, die unter Beachtung höherer Tierschutzstandards erzeugt werden, analysiert. Des Weiteren beschäftigt sich der Lehrstuhl für Marketing und Konsumforschung mit der Ermittlung vertrauenswürdiger Akteure für die Kommunikation höherer Tierschutzstandards.

Fördergeber: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Förderdauer: Mai 2015 – Dezember 2018

Weitere Informationen: www.sociallab-nutztiere.de

Ansprechpartner: Sabine Groß, M.Sc.

Publikationen:

Dahlhausen, J., C. Rungie, J. Roosen (2018). The value of labelling credence attributes - Common structures and individual preferences. Agricultural Economics 48: 741-751. DOI: 10.1111/agec.12456

Christoph-Schulz, I. (2018). SocialLab- Nutztierhaltung im Spiegel der Gesellschaft. Journal of Consumer Protection and Food Safety 13: 145-236.


Evaluierung des Schulfruchtprogramms in Bayern – Analyse der Effekte auf das Ernährungsverhalten von Kindern und Erfassung der Erfolgs- bzw. Hemmfaktoren (copy 1)

Im Schuljahr 2010/11 haben europaweit erstmals SchülerInnen an dem von der Europäischen Union und den Regionen der Mitgliedsstaaten geförderten Schulobstprogramm teilgenommen. Das Programm wird in Bayern als Schulfruchtprogramm in ca. 80% aller Grundschulen/Förderschulen umgesetzt. Die GrundschülerInnen erhalten in der Schule kostenlos Obst und Gemüse mit dem Ziel einer nachhaltigen Erhöhung des Verzehrs von Obst und Gemüse der Kinder. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, die Umsetzung und den nachhaltigen Erfolg dieses Programms in Bayern zu bestimmen sowie die Erfolgs- bzw. Hemmfaktoren zu ermitteln.

Fördergeber: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Förderdauer: Sep. 2013 – Dez. 2016

Publikationen:

Projektbericht

Staudigel, M., C. Lingl, J. Roosen (2019). Preferences versus Environment. How Do School Fruit and Vegetable Programs Affect Children’s Fresh Produce Consumption? Applied Economic Perspectives and Policy 41: 742–763. https://doi.org/10.1111/aepp/ppy031


EEBatt – Interdisziplinäre Energiespeicherforschung

Der Lehrstuhl für Marketing und Konsumforschung befasst sich in diesem multidisziplinären Projekt mit Nutzenanalysen aus der Sicht von relevanten Kundengruppen wie Konsumenten oder Gebietskörperschaften. Ziel der Analysen ist es, das Potential für neue Geschäftsmodelle abzuschätzen. Auch sollen Rückschlüsse auf entsprechende Produktanforderungen gezogen werden. In späteren Phasen werden diese Erkenntnisse durch Willingness-to-Pay-Analysen sowie die Betrachtung produktbegleitender Dienstleistungen mit Blick auf das Design der Geschäftsmodelle weiterentwickelt. Aus Sicht der Kunden- und Anspruchsgruppen stellt sich die Frage, welche Chancen und Risiken diese neuen Technologien und Geschäftsmodelle für die Zielgruppen haben.

Fördergeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Förderdauer: Mai 2013 – Sept. 2016

Publikationen:

Kalkbrenner, B. J. (2019). Residential vs. community battery storage systems - Consumer preferences in Germany. Energy Policy 129: 1355-1363.

Kalkbrenner, B., K. Yonezawa, J. Roosen (2017). Consumer preferences for electricity tariffs: Does proximity matter? Energy Policy 107: 403-424.

Kalkbrenner, B., J. Roosen (2016). Citizens' willingness to participate in local renewable energy projects: The role of community and trust in Germany. Energy Research & Social Science 13: 60-70.

Regional und Bio: Kaufmotive und Kaufverhalten bei bayerischen Ökoprodukten

Ziel dieses Projekts ist es, das Kaufverhalten der Konsumenten bei bayerischen Ökoprodukten zu analysieren. Dazu werden zum einem die Kaufmotive als auch Hemmfaktoren, die den Verbraucher beim Kauf von Ökoprodukten mit regionaler Herkunft verunsichern, erfasst. Zum anderen wird untersucht, ob und wie die Verbraucher Regionalität und Ökologie miteinander verknüpft wahrnehmen. Basierend auf den Forschungsergebnissen werden Empfehlungen für die Vermarktung regionaler Ökoprodukte in Bayern gegeben.

Fördergeber: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten; Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG; Ludwig Stocker Hofpfisterei GmbH

Förderdauer: Sept. 2011 – Aug. 2013

Abschlussbericht: Regional und Bio: Kaufmotive und Kaufverhalten bei bayerischen Ökoprodukten

Publikationen:

Hasselbach, J.L., J. Roosen, 2015. Motivations behind preferences for local or organic food. Journal of International Consumer Marketing 27(4): 295-306. 14.

Hasselbach, J., J. Roosen, 2015. Consumer heterogeneity in the willingness to pay for local and organic food. Journal of Food Products Marketing 21(5), 608-625.


Handlungsempfehlungen für eine optimierte Verbraucherinformationspolitik – exemplarisch im Energiebereich

Das Gemeinschaftsprojekt beschäftigt sich mit der Anpassung staatlicher Verbraucherinformation an die neuen Herausforderungen unserer Zeit. Strom und Energie wurden aufgrund ihrer gesamtgesellschaftlichen Relevanz und ihrer Bedeutung für die Verbraucher/innen als Thema gewählt. Das Projekt besteht aus zwei Teilen. Zum einen wurden Stakeholder-Dialogveranstaltungen zur Ermittlung des Informationsbedarfs aller beteiligten Interessensgruppe durchgeführt. Dazu wurde die Thematik mit verschiedenen Interessensgruppen diskutiert und Schnittmengen bezüglich gemeinsamer Meinungen und Interessen ermittelt. Das innovative Verfahren der “Großgruppenveranstaltung” wurde hierzu erstmals in Bayern mit großem Erfolg eingesetzt. Zum Zweiten wurde ein Verbraucherexperiment durchgeführt um zu erforschen, wie Verbraucherinformation gestaltet sein muss, um vom Verbraucher leicht aufgenommen und verarbeitet werden zu können und zu Veränderungen in Einstellung und Verhalten zu führen. Ergebnisse des Verbundprojekts sind konkrete Vorschläge zur Verbesserung von Verbraucherinformation im Bereich Strom und Energie, besonders im Bereich intelligente Stromzähler.

Fördergeber: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Förderdauer: Februar 2014 - April 2015

Abschlussbericht: Handlungsempfehlungen für eine optimierte Verbraucherinformationspolitik – exemplarisch im Energiebereich