Enabling data-driven decisions

Integration der durch Business Analytics gewonnenen Erkenntnisse im Managementprozess durch die Sicherung deren Akzeptanz und verzerrungsfreien Interpretation

Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages (IGF-Vorhaben 20694 N).

Die Problemstellung

Mit der stetig fortschreitenden Digitalisierung verfügen Unternehmen über eine rasant wachsende Anzahl an Daten. Deren zielgerichtete Nutzung im Rahmen von Business Analytics ist bereits heute ein wesentlicher Einflussfaktor für den Unternehmenserfolg. Business Analytics beschreibt dabei das Sammeln und Erheben von Daten sowie die Anwendung geeigneter Analysekonzepte zur Verbesserung der Entscheidungsgrundlage. Unternehmen werden damit in die Lage versetzt, beispielsweise aufgrund optimierter Produkt- und Serviceangebote, ihre Umsätze zu steigern oder Kosten zu senken. 

In den Unternehmen ist jedoch festzustellen, dass Entscheidungen, trotz des Vorliegens durch Business Analytics (BA) gewonnener Erkenntnisse, in knapp der Hälfte aller Fälle dennoch auf Grundlage subjektiver Kriterien getroffen werden. Hierfür können sowohl bewusste Verhaltensweisen aufgrund fehlender Akzeptanz als auch unbewusste Vorurteile und Verzerrungen, sogenannte Biases, verantwortlich gemacht werden.

Wie können sowohl die vorhandenen Akzeptanzprobleme der durch Business Analytics gewonnenen Erkenntnisse als auch Biases im Kontext von Business Analytics reduziert werden, um objektive und nicht durch Bias beeinflusste Entscheidungen im Management zu ermöglichen?

Das Konzept

Ziel des Forschungsvorhabens ist es daher, die Unternehmen der produzierenden Industrie, u.a. im Maschinen- und Anlagenbau, zu befähigen, die durch Business Analytics gewonnenen Erkenntnisse erfolgreich zu nutzen. Damit werden sie in die Lage versetzt, Entscheidungen evidenzbasiert zu treffen und somit subjektive, unbewusst verzerrte Entscheidungen zu reduzieren.

Im Forschungsvorhaben werden zu Beginn die Akzeptanz der durch Business Analytics gewonnenen Erkenntnisse in den verschiedenen Phasen des Managementprozesses und deren Einflussfaktoren in den produzierenden Unternehmen ermittelt. Anschließend werden Biases im Kontext der durch Business Analytics gewonnenen Erkenntnisse auf Managementebene identifiziert und strukturiert. Aus diesen Erkenntnissen werden Implikationen zur Steigerung der Akzeptanz und Reduktion von Biases für die Nutzung von durch Business Analytics gewonnenen Erkenntnissen abgeleitet und für kleine und mittelständische Unternehmen mittels IT-Demonstrator und Schulungsmaßnahmen aufbereitet. Zur Absicherung der mit der Einführung von Business Analytics verbundenen hohen Investitionen (IT- Infrastruktur, Mitarbeiterschulungen, etc.) ist eine hohe Akzeptanz der durch Business Analytics gewonnenen Erkenntnisse sowie eine verzerrungsfreie Interpretation notwendig. Durch das  Forschungsvorhaben werden kleine und mittelständische Unternehmen in die Lage versetzt, die Potenziale dieser durch Business Analytics gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen.

 

IT-Demonstrator und Schulungskonzept

Zur Unterstützung der industriellen Umsetzung bei kleinen und mittelständischen Unternehmen werden die Projektergebnisse in Form eines IT-Demonstrator sowie eines Schulungskonzepts angeboten.

Aufgabe des Demonstrators ist es, die durch Business Analytics generierten Ergebnisse mit Erklärungen darzustellen. Dadurch werden die hinterlegten Berechnungen und Ergebnisse für die Anwender nachvollziehbar. Die Erklärungen bestehen aus den einzelnen Berechnungsschritten, in vereinfachter Form dargestellt und formuliert, die zum Ergebnis geführt haben. Diese Erklärungen führen zu einer erhöhten Akzeptanz der Ergebnisse und Senkung der vorhandenen Biases. Der IT-Demonstrator kann in vorhandene Business Analytics Programme eingebaut werden.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

 

Auf den IT-Demonstrators können Sie hier zugreifen.
Das Schulungskonzept können Sie hier herunterladen.

Zudem erhalten Sie gerne auf Anfrage auch Zugriff auf den Abschlussbericht des Projektes.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Rückfragen zum Forschungsprojekt zur Verfügung. Nehmen Sie hierfür gerne Kontakt zu Kai Uhlemann auf.